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Panoramablick auf das Dorf Kallmünz mit rotgedeckten Häusern entlang eines Flusses, umgeben von grünen Wiesen und fernen Hügeln unter blauem Himmel.

Reisebericht 5-Flüsse-Tour

Lange haben wir auf die Reise gewartet, aber nun können wir endlich nach Franken und in die Oberpfalz aufbrechen. Mein Vater und ich wollten diese Reise bereits 2020 machen. Sie wurde uns jedoch leider abgesagt. Nun starten wir 5 Jahre später einen neuen Versuch und nehmen wir im letzten Jahr auf unserer Reise in Nordholland meinen Sohn Valentino mit.

Abenteuer in der Oberpfalz

Nürnberg – Berching

Leider hatten wir viel Pech bei der Anreise und sind gestern erst am Abend in Nürnberg angekommen. Da die erste Etappe mit ca. 70 km sehr lang ist und uns die Anreise noch in den Knochen steckt, kürzen wir die Strecke ab und fahren bequem per Bahn bis nach Neumarkt in der Oberpfalz. Hier schauen wir uns ein wenig in der Altstadt um und kehren zu einem ersten Eis in der Markstraße vor dem Rathaus ein.
Danach steigen wir endlich auf die Räder und fahren am Ludwig-Donau-Main-Kanal entlang bis nach Berching. Die 20 km sind schnell geschafft und wir machen uns auf, den über 1000 Jahre alten Ort Berching mit seiner gut erhaltenen Stadtmauer zu erkunden.

Steinbrücke über einen Fluss in Berching mit bunten historischen Gebäuden und blühenden Bäumen am Flussufer unter bewölktem Himmel.

Berching – Essing

Der Tag beginnt mit regnerischem Wetter. So verlassen wir dick in Regenkleidung eingepackt Berching und radeln am Main-Donau-Kanal entlang zunächst bis Beilngries. Eine kurze Pause legen wir hier ein, fahren dann jedoch ziemlich schnell weiter bis nach Dietfurt. Zum Glück hört es auf zu regnen und wir können nach einer Stärkung die Regenhosen in den Gepäcktaschen verstauen und uns im Ort umschauen und den Drachenbrunnen zu suchen. Immer weiter radeln wir auf malerischen Wegen durch den Naturpark Altmühltal bis nach Riedenburg. Hier sitzen wir direkt an der Altmühl in der mittlerweile strahlenden Sonne und genießen unser wohlverdientes Eis. Die Burgruinen hoch über der Stadt schauen wir uns lieber von unten an.
Am Ende des Tages radeln wir noch weiter bis nach Essing. An der Holzbrücke in Essing haben wir es fast geschafft, wir besichtigen jedoch noch die Blautopfquelle, bevor wir in den Ort fahren. Das Abendessen genießen wir auf der Terrasse unseres Hotel-Restaurants.

Kristallklarer türkisfarbener Quelltopf in Essing, umgeben von grüner Vegetation und felsigen Ufern. Der Blautopf zeigt sichtbare Unterwasserstrukturen.

Essing – Regensburg

Die heutige Etappe ist 3 Kilometer kürzer als die gestrige und so kann ich Valentino verkünden: Heute ist es nicht so weit, wie gestern. Immerhin wartet Regensburg mit dem Dom und der steinernen Brücke auf uns und so treten wir fröhlich in die Pedale und fahren geschwind bis nach Kelheim. Kurz hinter Kelheim fließt die Altmühl in die Donau und somit lernen wir den 2. Fluss auf unserer Reise kennen. In Bad Abbach legen wir eine Pause ein und laufen zum Heinrichsturm hoch. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über das Donautal. Nun radeln wir entlang der Donau bis nach Regensburg. Unser Hotel liegt mitten in der Altstadt und so haben wir die Möglichkeit, alle Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß zu erkunden und eine Stadtrundfahrt mit einem Touristen-Bähnchen zu unternehmen. Die Legende, wie der Teufel die Steinerne Brücke nach oben gebogen hat, hat es uns sehr angetan.

Steinerne Brücke in Regensburg mit Fußgängern Richtung Altstadt. Domturm und historische Gebäude unter bewölktem Himmel sichtbar.

Regensburg – Kallmünz

An diesem Tag haben wir eine kurze Etappe vor uns und nutzen den Vormittag, um uns noch ein wenig in Regensburg umzusehen. Am späten Vormittag radeln wir zunächst ein Stück an der Donau zurück, um dann an die Naab zu wechseln. Der Radweg führt fast die ganze Zeit idyllisch direkt am Fluss entlang und so vergeht die Zeit bis nach Pielenhofen wie im Fluge. In Pielenhofen entdecken wir einen kleinen Bootsverleih mit Imbiss. Hier kehren wir ein und sitzen direkt am Fluss und genießen die warme Aprilsonne. Die restliche Etappe legen wir gemütlich zurück und kommen bereits am frühen Nachmittag in Kallmünz an. Wir haben genügend Zeit, um zur Burgruine hochzuwandern und eine Pause auf dem Spielplatz einzulegen. Am Abend lassen wir uns die lokale Spezialiät Bauchstecherl und das hausgebraute Bier im „kleinsten Gasthaus“ in der Oberpfalz schmecken.

Erwachsener und Kind radeln auf asphaltiertem Weg entlang der Naab. Bäume säumen beide Seiten, blaues Wasser links bei Sonnenschein.

Kallmünz – Amberg

Das heutige Tagesmotto lautet: „Finde die Brille“. So steigen wir fröhlich auf die Räder und fahren auf dem Vils-Radweg nach Amberg. Der Radweg führt in seichtem Auf und Ab immer in der Nähe des Flusses und so ist Amberg schnell erreicht. Direkt an der Stadteinfahrt finden wir die „Brille“, eine Stadtbefestigung über der Vils, die durch die Spiegelung im Wasser wie eine Brille aussieht. In Amberg übernachten wir in einem ehemaligen Gefängnis. Dementsprechend sind die Zimmer in den alten Zellen untergebracht. Wir lassen unsere Räder am Hotel stehen und laufen zunächst zum Marktplatz. Ein Eis darf natürlich auch heute nicht fehlen. Wir erkunden die sehenswerte Altstadt mit dem Rathaus und der Basilika St. Martin und schlendern entlang der alten Stadtmauer und der Vils. Am Abend kehren wir in einem Wirtshaus ein und lassen den Tag gemütlich ausklingen.

Steinernes Brückentor mit Bögen spiegelt sich im ruhigen Wasser in Amberg. Ein Radfahrer fährt am Uferweg unter einer Trauerweide.

Amberg – Nürnberg

Das Aprilwetter schlägt leider um und so beschließen wir, die letzte Etappe nach Nürnberg bei Regen und Temperaturen unter 10 Grad per Bahn zurückzulegen. Am Mittag kommen wir wieder im Hotel Prinzregent in Nürnberg an, welches wir noch in guter Erinnerung vom Beginn der Reise haben. Wir stellen die Räder ab und machen uns zu Fuß auf den Weg in die Altstadt. Wir besichtigen das Museum in der Kaiserburg, dem Wahrzeichen der Stadt und genießen vom Sinwellturm einen fantastischen Blick auf das Umland. Fast sehen wir die feindlichen Truppen, über die wir im Museum viel gelernt haben, auf den Hügeln rund um die Stadt vor uns in Stellung gehen. Anschließend laufen wir noch ein wenig durch die Gassen der Altstadt und treffen uns auf ein Glas Wein mit unserer Texterin Judith.

Historische Nürnberger Kaiserburg mit Fachwerkhäusern, roten Ziegeldächern und einem Steinturm unter bewölktem Himmel.

Unser Fazit

Wir haben eine schöne Reise gemacht und viel Neues gesehen und erlebt. Die Radwege sind abwechslungsreich und die spannende Geschichte und die Legenden machen die Reise zu einem gelungenen Urlaub für Jung und Alt.

Portrait von Daniela Scheiler in einem grauen Strickpullover, die warm in die Kamera lächelt mit grünem Laub im Hintergrund.

Daniela Scheiler

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Großes weißes Briefumschlag-Symbol über malerischer Landschaft mit Radfahrern auf Schotterweg durch grüne Felder unter blauem Himmel.
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