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Festung Marienberg auf einem Hügel mit terrassierten Weinbergen, historischen Gebäuden und Kirche am Main in Würzburg unter blauem Himmel.

Reisebericht Main Winzertour

Als es um die Wahl der Route meiner diesjährigen Infotour ging, war die Entscheidung schnell gefallen: der Main soll es sein, durch meine fränkische Heimat. Warum dann nicht einmal die Winzertour, mit Übernachtungen in Weinhotels und inkludierter Weinprobe? Meine Mama ist nach unserer Tour an der Lahn im letzten Jahr, direkt begeistert und freut sich auf den Main.

Reisebericht **Main Winzertour**

Zwischen Wein und Main

Anreise Schweinfurt

Die Anreise nach Schweinfurt ist schnell geschafft. Nach dem Check-In im Hotel machen wir noch einen Spaziergang durch die Stadt. Es geht durch die Altstadt, entlang der Stadtmauer, zum Alten Rathaus und zum Schrotturm und weiter zur St. Johannis Kirche. Die Judengasse ist ein sehenswertes kleines Gässchen. Zufrieden und voller Erwartung der nächsten Tage, lassen wir den Abend am Mainufer ausklingen.

Blick auf den Main in Schweinfurt mit einer kleinen grasbewachsenen Insel, Ufergebäuden und einem Boot auf dem ruhigen Wasser unter blauem Himmel.

Schweinfurt – Sommerach

Der Radweg ist von unserem Hotel schnell gefunden und wir fahren am Main entlang durch Auen und vorbei an Industriegebieten. Es geht durch Felder und Wiesen, immer am Main entlang bis nach Wipfeld, dem ersten kleinen Weinort. Dort setzten wir mit einer kleinen Fähre auf die andere Mainseite über. Von hier an begleiten uns Weinberge und Obstwiesen. Vor Volkach machen wir noch einen Abstecher hoch in die Weinberger zur Wallfahrtskirche Maria im Weingarten. Wir werden mit einem herrlichen Ausblick über die Mainschleife und Volkach belohnt. Wieder zurück am Main sind wir schnell in Volkach. Dort schlendern wir durch die Gassen, vorbei an Fachwerkhäusern und über den Marktplatz. Ein kleiner Tipp für Eisliebhaber: Die Eisdiele Buonissimo am Marktplatz: einfach köstlich. Nach der Eispause radeln wir an der Mainschleife entlang über Nordheim in Richtung Sommerach. Kurz vor Sommerach machen wir noch einen Abstecher auf die Weinberge zum Aussichtsturm Sommerach Fränkische Weinberge. Hier kann man in alle Richtungen die wunderbare Landschaft bestaunen. Am Abend machen wir noch einen Spaziergang durch Sommerach zu den vier Stadttore, durch die kleine Gässchen, vorbei an Fachwerkhäuser und diverse Möglichkeiten den fränkischen Wein zu kosten.

Grüne Weinreben bei Volkach erstrecken sich über sanfte Hügel. Eine Stadt mit Kirchturm ist in der Ferne unter bewölktem Himmel sichtbar.

Sommerach – Sommerhausen

Nach dem Frühstück fahren wir los, durch Wiesen und Felder, angekommen in Schwarzach machen wir den ersten Stopp bei der Benediktinerabteil Münsterschwarzach. Von dort aus geht es weiter nach Dettelbach, wo wir mit Blick auf das Kloster Maria am Sand empfangen werden. Hier haben wir den Main auch wieder und radeln dort entlang nach Kitzingen. Machen Sie auf einer der Bänke am Mainufer eine Pause und genießen Sie die Aussicht auf die Stadt. In Ochsenfurt wartet das nächste Highlight: die Altstadt, Kirchen, das Rathaus und wunderschöne alte Brunnen. Nachdem wir durch die Gassen der Altstadt geschlendert sind, machen wir uns wieder auf den Weg immer direkt am Main entlang bis nach Sommerhausen. Nach dem Abendessen erkunden wir die Gässchen, die Fachwerkhäuser und erklimmen noch einen Weinberg, wofür wir mit einer herrlichen Aussicht auf Sommerhausen, die Weinberge, den Main und die umliegende Gegend belohnt werden.

Steinmarker in Weinbergreihen mit Blick auf Sommerhausen. Grüne Reben im Vordergrund, Hügel und Häuser darunter unter blauem Himmel.

Sommerhausen – Karlstadt

Der Radweg führt direkt am Main entlang, vorbei an vielen Parkanlagen mit Bänken und Spielplätzen und wir sind flott in Würzburg. Dort hat man die Qual der Wahl, was man besichtigen möchte: den Kiliansdom, das Neumünster, die Residenz Würzburg, die Alte Mainbrücke, die Altstadt, die Festung Marienberg und die Wallfahrtskirche Käppele. Die beiden letzten haben wir ausgelassen, wir sind ausgiebig durch die Altstadt geschlendert und waren in der Residenz, im Dom und im Neumünster. Zurrück auf den Fahrrädern, verlassen wir Würzburg über die Alte Mainbrücke. Wenn man Glück hat, so wie wir, kann man von der Mainbrücke einem Schiff in der Schleuse zusehen. Die Aussicht auf Würzburg und die Festung Marienberg ist einfach herrlich. Nun radeln wir auf der linken Mainseite weiter in Richtung Himmelstadt. Dort mussten wir einen Zwischenstopp einlegen, um das Weihnachtspostamt zu suchen, an das ich als Kind meine Wunschzettel für das Christkind geschickt habe. Immer weiter am Main entlang radeln wir über Erlabrunn und Zellingen nach Mühlbach und dann nur noch über die Brücke nach Karlstadt. Weiter dem Main-Radweg folgend, finden wir unser Hotel, direkt am Mainufer gelegen. Zu Fuß machen wir uns später noch auf den Weg und erkunden Karlstadt. Wir spazieren durch die Gassen, vorbei am Alten Rathaus und der Kirche St. Andreas und umrunden Karlstadt auf dem Weg um die Stadtmauer. Die Main-Promenade läd mit vielen Bänken und dem Ausblick auf die Ruine Karlsburg auf der gegenüberliegenden Mainseite zum Verweilen ein. Als Tagesabschluss genießen wir noch ein Getränk auf unserem Balkon.

Radfahrer auf asphaltiertem Weg zwischen goldenen Feldern und Weinbergen am Hang. Main-Radweg zwischen Würzburg und Karlstadt unter blauem Himmel.

Karlstadt – Homburg

Unser heutiges Motto: Radeln, Radeln, Radeln, denn wir haben uns vorgenommen, die ganze Strecke zu radeln und nicht mit dem Zug abzukürzen und trotzdem pünktlich zur Weinprobe in Homburg zu sein. – Ich darf schon einmal verraten: es hat geklappt.
Nach dem Frühstück machen wir uns auf nach Gemünden am Main mit der Ruine Scherenburg und dem Huttenschloss. In Gemünden wechseln wir wieder das Mainufer und radeln weiter nach Lohr. Dort lohnt sich eine Pause und eine kleine Runde durch die malerische Altstadt. Unser Ziel – die Weinprobe – vor Augen machen wir uns schnell wieder auf den Weg und erreichen bald Marktheidenfeld. Dort gibt es eine herrliche Mainpromenade mit vielen Sitzmöglichkeiten, die zu einer Pause einladen, eine sehenswerte Altstadt und wir haben eine Schauschmiede entdeckt. Anschließend geht es über Lengfurt nach Homburg, unserem heutigen Etappenziel. Pünktlich zur Check-In-Zeit stehen wir am Gästehaus und haben sogar noch Zeit, uns frisch zu machen, ehe die Weinverkostung startet. Wir beide haben noch kaum Erfahrung mit Weinproben, können die bei Herrn Dürr in der Homburger Bräuscheuere aber wärmstens empfehlen. Wir sind begeistert von der Art, wie Herr Dürr uns die fränkischen Weine näherbringt und lernen vieles über die dortigen Weinberge - kurz gesagt: es war ein tolles Erlebnis, von dem wir auch Monate später noch sprechen. Für das Abendessen folgen wir dem Rat unseres Hoteliers und gehen im Gasthaus Zum goldenen Rösslein essen - leckere, fränkische Küche. Nach dem leckeren Wein und dem leckeren Essen erkunden wir noch Homburg, die Burgruine und die kleinen Gässchen. Den Abend lassen wir auf unserem Balkon ausklingen.

Panoramablick über die Dächer von Homburg mit dem Main und bewaldeten Hügeln im Hintergrund unter blauem Himmel mit weißen Wolken.

Homburg – Miltenberg

Leider meint es der Wettergott an dem Tag zunächst nicht besonders gut mit uns, sodass wir uns ein paar Mal unterstellen und die neuen Regenponchos getestet werden. In Wertheim beschließen wir trotz des Regens die Burgruine zu erklimmen und wir sollten belohnt werden, denn der Regen hört auf und so konnten wir die Ruine ausgiebig erkunden - das kann ich auch nur jedem empfehlen. Ab Wertheim haben wir den Wettergott dann wieder auf unserer Seite - Sonne und Wolken im Wechsel. Da es schon spät ist, radeln wir flott voran mit wenigen Pause. Es geht immer am Main entlang durch Felder und Wiesen nach Bürgstadt. Da wir zur richtigen Zeit unterwegs sind, legen wir dort die Pause fürs Abendessen ein, denn es ist Häckenwirtschaftszeit. Wir lassen uns eine deftige fränkische Brotzeit schmecken ehe wir die letzten paar Kilometer nach Miltenberg radeln.
Das Hotel ist schnell gefunden und nach einer Erfrischung bummeln wir noch durch die Altstadt am Main entlang zum Staffelbrunserbrunnen, zum Marktplatz und erblicken die Mildenburg.

Kopfsteinpflasterplatz in Miltenbergs Altstadt mit bunten Fachwerkhäusern, einem Brunnen in der Mitte und blauem Himmel mit weißen Wolken.

Miltenberg – Aschaffenburg

Wir kommen an dem Tag flott voran bei bester Laune, kein Wunder, die Sonne ist zurück, da radelt es sich doch gleich viel leichter. In Wörth am Main machen wir einen Abstecher durch die sehenswerte Altstadt, radeln dann durch viele kleine Orte und durch Wiesen und Felder. In Obernburg führt der Radweg direkt durch einen Flohmarkt, was uns zu einer kleinen Pause und einen Bummel über den Flohmarkt einlädt. Wir radeln weiter und erreichen Niedernberg, wo wir zur Kirche St. Cyriakus, wo wir ein Tor entdecken und zu einer ruhigen Bank, direkt am Main gelangen. Hier machen wir noch einmal eine Pause und lassen die Ruhe auf uns wirken. Nun geht es auf den wirklich letzten Teil unserer Radtour nach Aschaffenburg. Dort zieht es uns direkt zum Schloss Johannisburg, welches wir besichtigen. Nun heißt es auf zum Hotel, frisch machen und ein letztes Abendessen auf der Radtour. Nach dem Abendessen schlendern wir noch durch die Straßen und lassen uns treiben. Leider ist die Radreise damit schon vorbei, wir überlegen schon, wohin es das nächste Mal gehen könnte.

Radfahrer auf asphaltiertem Weg entlang Maisfeld mit terrassierten Weinbergen an Hängen unter bewölktem Himmel nahe Aschaffenburg am Main-Radweg.

Unser Fazit

Wer eine gemütliche Radreise sucht, durch kleine Orte, viel Fachwerk, gute fränkische Küche, der ist bei dieser Reise genau richtig. Aber auch die Fans der größeren Städte kommen nicht zu kurz, so radelt man durch Würzburg, übernachtet in Aschaffenburg. Für uns ist der Main-Radweg - gerade auch als Winzertour - ein tolles Erlebnis und wir empfehlen diesen gerne weiter.

Portrait von Katrin Gierlinger mit Brille und blauem Oberteil mit grauer Strickjacke, die warm lächelt vor grünem Blätterhintergrund.

Katrin Gierlinger

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