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Zwei E-Bikes mit Taschen auf Wiese am Badeplatz Werbellinsee. Eine Person steht am Ufer und blickt auf den See und bewaldete Hügel.

Reisebericht Berlin - Havel, Oder, Spree Rundtour

Eigentlich sind wir keine typischen Fahrradfahrer und entdecken neue Orte bisher lieber mit dem Auto. Eine mehrtägige Fahrradtour ist daher eine neue Erfahrung für uns. Mit unseren E-Bikes starten wir auf eine Fahrradtour rund um Berlin. Wir freuen uns auf abwechslungsreiche Landschaften, schöne Wege entlang des Wassers und viele neue Eindrücke. Bei sommerlich heißen Temperaturen sind wir gespannt, was uns auf den kommenden Tagen erwartet.

Reisebericht Berlin: Havel, Oder, Spree Rundtour

Tag 1 – Anreise Potsdam

Leider begrüßt uns Potsdam mit Regen. Davon lassen wir uns aber nicht die Laune verderben. Glücklicherweise erhalten wir vom Hotel Regenschirme und können so trotzdem noch ein wenig die Umgebung erkunden. Am Abend entscheiden wir uns für einen entspannten Start in die Reise und gehen zur L’Osteria, die nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt liegt. Bei leckerem Essen lassen wir den ersten Tag gemütlich ausklingen und genießen die Vorfreude auf unsere erste große Fahrradtour. Morgen wartet dann unser erster richtiger Radeltag auf uns: 76 Kilometer – eine echte Herausforderung für uns als Fahrrad-Neulinge.

Berliner Stadtschloss mit roter und beiger Fassade unter bewölktem Himmel. Eine dekorative Steinsäule steht im Vordergrund auf einem leeren Platz.

Tag 2 – Potsdam – Oranienburg (ca. 76 km)

Es geht los! Nach dem Frühstück geben wir unsere Koffer an der Rezeption ab und starten voller Vorfreude in unsere erste Fahrradtour. Die Navigation zeigt rund 4,5 Stunden reine Fahrzeit an. Am Ende sitzen wir etwas über 5 Stunden im Sattel und sind mit Pausen gut 8 Stunden unterwegs. Die Strecke führt uns viel durch den Wald und über Schotterwege – eine ganz neue Erfahrung für uns als Fahrrad-Neulinge. Nach einer Pause am Rand des Königswalds und einem kurzen Getränkestopp am Saumweg geht es auf die letzten Kilometer. Mit müden Beinen, leicht schmerzendem Hintern, aber voller Stolz erreichen wir Oranienburg. Ein anstrengender, aber wunderschöner Start in unser Fahrradabenteuer.

Blick vom Fahrradlenker auf Radfahrer vor einem auf Waldweg im Naturschutzgebiet Sacrow bei Berlin, umgeben von hohen Bäumen.

Tag 3 – Oranienburg – Werbellinsee (ca. 52 km)

Nach dem Frühstück starten wir entspannt in den Tag. Die ersten Kilometer fallen uns schon leichter und wir merken, dass wir langsam ein Gefühl für die längeren Strecken bekommen. Die Route führt uns über viele Brücken und entlang der Havel, immer wieder mit schönen Ausblicken auf das Wasser. Eine größere Pause machen wir am Schleusenteich Rosenbeck. Auf den Bänken am Wasser genießen wir die Ruhe, beobachten Boote und Fischer und sammeln neue Kraft. Am Nachmittag erreichen wir den wunderschönen Werbellinsee. Nach der Fahrt entspannen wir uns und lassen den Abend im Hotelrestaurant ausklingen. Anschließend genießen wir noch lange die Aussicht und die Ruhe auf der schönen Plattform.

Grünes Fahrrad mit Packtaschen auf Holzbrücke über altem Spreearm, umgeben von üppigen Bäumen unter dramatischem Wolkenhimmel.

Tag 4 – Werbellinsee – Oderberg (ca. 53 km)

Unser dritter Radeltag beginnt mit einem tollen Frühstück und einem wunderschönen Blick auf den Werbellinsee. Besonders schön: Wir können sogar auf der Plattform direkt über dem Wasser essen und die ruhige Morgenstimmung genießen. Schon nach kurzer Zeit legen wir am Werbellinsee bei Joachimsthal einen ersten Stopp ein. Das klare Wasser lädt zu einer spontanen Schwimmpause ein – ein perfekter Start in den Tag. Die Strecke führt uns weiter durch abwechslungsreiche Landschaften. Ein etwas holpriger Waldabschnitt fordert uns noch einmal heraus, aber die schönen Eindrücke unterwegs lassen uns diesen schnell vergessen. Ein Highlight des Tages sind der Werbellinsee und das beeindruckende Schiffshebewerk Niederfinow. Nach einer Essen- und Trinkpause in Niederfinow geht es weiter Richtung Oderberg. Die letzten Meter zum Hotel sind noch einmal besonders: Erst geht es ein Stück bergauf, bevor ein steiler Kopfsteinpflasterweg durch den Wald hinunterführt. Angekommen genießen wir die besondere Atmosphäre des Hotels und verstehen uns direkt sehr gut mit der Hotelchefin und dem Hausmeister. Am Abend probieren wir slavische Suppen von der Speisekarte – passend zu unseren eigenen slavischen Wurzeln.

Grünes Tourenrad mit Packtaschen auf Weg vor modernem Schiffshebewerk unter strahlend blauem Himmel bei Berlin.

Tag 5 – Oderberg – Buckow (ca. 55 km)

Unser vierter Radeltag beginnt mit einem guten Frühstück. Fast ein bisschen traurig verabschieden wir uns von unserem Hotel, denn die herzliche Atmosphäre bleibt uns in Erinnerung. Die Strecke ist heute deutlich entspannter: Viel Asphalt und gut ausgebaute Wege begleiten uns durch die Landschaft. Bei den sommerlich heißen Temperaturen genießen wir jede Pause im Schatten oder am Wasser. Langsam merken wir aber auch die vielen Kilometer der letzten Tage – besonders der Fahrradsattel macht sich weiterhin bemerkbar. Trotzdem genießen wir die ruhige Strecke und die schönen Eindrücke unterwegs. Mit müden Beinen, aber vielen neuen Erinnerungen erreichen wir schließlich Buckow.

Tourenrad mit grünen Taschen auf asphaltiertem Weg neben der Oder. Dramatischer Wolkenhimmel über flacher Landschaft mit Fluss und grünen Feldern.

Tag 6 – Buckow – Müggelsee (ca. 47 km)

Unser fünfter Radeltag beginnt mit einem Frühstück, bevor wir uns auf den Weg machen. Heute freuen wir uns auf eine etwas kürzere Etappe. Die Strecke führt uns wieder an viel Wasser entlang, auch wenn uns das Kopfsteinpflaster zwischendurch ordentlich fordert. In Woltersdorf legen wir unsere erste größere Pause ein, essen eine Kleinigkeit und unterhalten uns mit den Enten. Unterwegs sehen wir außerdem viele Boote – und sogar einen Hund, der ganz stolz als „Kapitän“ auf einem Boot mitfährt. Kurz darauf führt uns das Navi direkt zur Badestelle Woltersdorf. Bei den sommerlich heißen Temperaturen kommt die Abkühlung genau richtig. Am Nachmittag erreichen wir unser Hotel in Müggelheim. Die freundliche Bedienung empfiehlt uns den kleinen Müggelsee Beach, nur etwa zehn Gehminuten entfernt. Den Abend lassen wir dort ganz entspannt am Wasser ausklingen. Ein gelungener fünfter Radeltag mit viel Wasser und einer willkommenen Abkühlung.

Grünes Fahrrad an einem Holzsteg am Flakensee mit zwei Enten am Wasser. Blauer Himmel mit Wolken und bewaldetes Ufer im Hintergrund.

Tag 7 – Erkner / Müggelsee – Potsdam (ca. 62–69 km)

Unser letzter Radeltag beginnt mit einem guten Frühstück. Danach schwingen wir uns ein letztes Mal aufs Fahrrad und freuen uns auf die Rückfahrt nach Potsdam. Schon nach wenigen Kilometern setzen wir mit der Fähre nach Grünau über. Anschließend folgen wir über weite Strecken dem Mauer-Radweg und genießen die abwechslungsreiche Landschaft auf den letzten Kilometern unserer Tour. Am Nachmittag erreichen wir schließlich wieder Potsdam. Unsere Koffer warten – wie schon an den Tagen zuvor – bereits im Hotel auf uns. Am Abend fallen wir nach unserer ersten mehrtägigen Fahrradtour müde, aber glücklich ins Bett.

Blick von einer Fähre bei Grünau mit grünen Leihfahrrädern auf dem Deck. Die Fähre überquert einen See mit bewaldeten Ufern in der Ferne.

Tag 8 – Abreise

Nach einer erholsamen Nacht genießen wir noch einmal das Frühstück, packen unsere Koffer und checken aus. Der Gepäcktransfer hat während der gesamten Reise super funktioniert – unsere Koffer waren jeden Tag bereits vor uns im nächsten Hotel. Auch die Fahrräder können wir einfach stehen lassen, sodass die Abreise ganz entspannt verläuft. Mit vielen schönen Erinnerungen, müden Beinen und einem Hintern, der nach den vielen Kilometern ordentlich protestiert, treten wir die Heimreise an. Sitzen ist für die nächsten Tage erst einmal nicht die Lieblingsbeschäftigung – aber das gute Gefühl, unsere erste mehrtägige Fahrradtour gemeistert zu haben, bleibt definitiv.

Zwei grüne Tourenräder mit schwarzen Packtaschen am Schleusenteich neben einer Holzbank, mit ruhigem Wasser und bewaldeter Uferlinie unter blauem Himmel.

Unser Fazit

Wir blicken mit vielen schönen Erinnerungen auf unsere erste große Fahrradtour zurück. Als Nicht-Fahrradfahrer waren die vielen Kilometer und die ungewohnten Fahrradwege zunächst eine echte Herausforderung, aber genau das hat die Reise so besonders gemacht. Besonders begeistert haben uns die vielen Seen, die abwechslungsreiche Natur und die vielen kleinen Momente unterwegs – von spontanen Badepausen über schöne Aussichtspunkte bis hin zu netten Begegnungen mit Menschen an den Unterkünften. Auch die heißen Temperaturen haben die Tour zu einer besonderen Erfahrung gemacht. Durch die vielen Möglichkeiten zum Abkühlen im Wasser und die schönen Pausenplätze konnten wir die Tage trotzdem genießen. Alles in allem war die Fahrradtour rund um Berlin eine tolle Erfahrung. Wir hätten vorher nicht gedacht, dass wir so eine lange Strecke mit dem Fahrrad zurücklegen können. Am Ende sind wir müde, aber sehr glücklich nach Hause gefahren – und wer weiß, vielleicht war das ja nicht unsere letzte Fahrradtour.

Portrait von Annabel Kroneberger mit braunen Haaren und goldener Halskette, trägt ein graues Hemd, lächelt vor grünem Laub.
Annabel Kroneberger

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