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Beginnen Sie diese schöne Radreise in Radstadt inmitten der Alpenwelt. Wildromantische Schluchten, zauberhafte Kleinstädte, grandiose Berge und einsame Wege am Rande von zwei Nationalparks erwarten Sie. Die Radetappen bieten eine abenteuerliche Fahrt durch eine einzigartige Naturlandschaft zwischen Dachstein, Salzkammergut und Niedere Tauern. Der Radweg entlang der Enns verläuft meist auf ruhigen Landstraßen und über eigene Radwege, teilweise aber auch auf mäßig befahrenen Straßen. Steigungsfrei ist die Radroute entlang der Enns nicht, insgesamt fahren Sie zwar immer bergab Richtung Donau, dazwischen bleiben Ihnen Steigungen am Hang jedoch nicht erspart. Besichtigen Sie die größte Klosterbibliothek der Welt in Admont, übernachten Sie in Steyr, eine der schönsten Städte Österreichs und radeln Sie zum Abschluß gemütlich von Enns der ältesten Stadt Östereichts entlang der Donau bis Linz.
Einfach und schnell erreichen Sie Ihren Startort per PKW über die Tauernautobahn (6 km ab Abfahrt Radstadt) oder per Schnellzug (Bahnhof Radstadt). Freuen Sie auf den kleinen Ort mit seinen knapp 5000 Einwohnern und reichem Freizeitangebot. Auf 856 m Höhe auf einer Felsterrasse im oberen Ennstal umgeben von den beiden Gebirgsgruppen Dachstein (im Norden) und Radstädter Tauern (im Süden) beginnen Sie Ihre Radreise. Radausgabe und Übergabe der Reiseunterlagen am Nachmittag.
Idyllisch führt der Enns Radweg durch Felder und Auen, vorbei am gern besuchten Badesee durch die bezaubernde Landschaft nach Schladming. Wiesen, Bäche, klare Bergseen, Almen und Berge lassen die Herzen höher schlagen! Eine gemütliche Pause lockt in der Altstadt des historisch gewachsene Bergstädtchen Schladming an der Enns, ehe Sie über Pruggern und Gröbming Ihr Tagesziel erreichen. Hier lohnt ein Besuch im Skulpturenpark in Irdning: ein Park zum Entspannen und Kunst genießen.
Über Aigen im Ennstal und Wörschach führt der Radweg Sie direkt in die Einkaufsstadt Liezen! Die Ennstaler Bezirkshauptstadt ist nicht nur ein guter Ausgangspunkt für Radwanderungen und Ausflüge, sondern auch eine Stadt, die zum Verweilen für Groß und Klein einlädt. Für erfrischende Getränke und kulinarische Vielfalt sorgen die Liezener Gastronomiebetriebe. Um sich während der Radetappe abzukühlen oder zu entspannen, bietet sich ein Besuch im Alpenbad Liezen bestens an. Wer jedoch gerne noch ein paar Höhenmeter fahren möchte, kann einen Ausflug zur „Hinteregger Alm“ machen und bei einer guten Almjause die Ennstaler Bergwelt genießen, ehe es weiter geht nach Admont. Hier lohnt ein Besuch des Benediktinerstift Admont, das im Jahre 1074 von Erzbischof Gebhard von Salzburg gegründet wurde und damit das älteste bestehende Kloster in der Steiermark ist. Die Benediktiner von Admont bemühen sich, nach der Regel des heiligen Benedikt („Hausordnung“ für eine klösterliche Gemeinschaft) zu leben, die infolge ihrer Weite und Tiefe über viele Jahrhunderte Bedeutsames bewirken konnte. Ihr Lebensrhythmus ist geprägt durch das Gebet, die Erfüllung vielfältiger Aufgaben in Seelsorge, Schule, Kultur sowie im sozialen Bereich und durch die persönliche Vertiefung des Lebens. Neben der Betreuung von 26 Pfarreien führt das Stift ein Pflegeheim in Frauenberg, ein Gymnasium sowie weitere Betriebe, in denen rund 500 weltliche Mitarbeiter beschäftigt sind. Die kulturelle Hauptattraktion des Stiftes ist die barocke Bibliothek, die als größte Klosterbibliothek der Welt gilt und das neue Großmuseum.
Nutzen Sie am Vormittag die Chance das wunderschöne Gesäuse kennenzulernen (Schlucht, kaum Radwege). Das Gesäuse ist eine der mächtigsten Felsschluchten Europas mit 17 km Länge. Ihren Namen verdankt sie der durch sie hindurch tosenden Enns. Vor dem Naturdenkmal „Gesäuse-Eingang“ liegen in einem weiten Talbecken die Orte Admont, Hall und Weng. Ardning liegt Richtung Westen am Eingang zur Gesäuseregion. Im Jahre 2002 wurde das Gesäuse durch die Eröffnung des „Nationalparks Gesäuse“ als Schutzgebiet für ein einzigartiges Stück Natur mit besonderer Fauna und Flora auch international anerkannt. Der ca. 11.000 ha große Nationalpark ist der sechste und zugleich jüngste Nationalpark Österreichs. Vier markante Gebirgsstöcke der Ennstaler Alpen begrenzen das größte geschlossene Naturschutzgebiet der Steiermark. Bizarre Steinmonumente, schattige Schluchtwälder, dunkle Höhlen und blumenreiche Gebirgswiesen sind Teil der unberührten Naturlandschaft. Im Anschluss führt der Radweg Sie über Wenig und den Buchauer Sattel (3 km Steigung) nach St. Gallen.
Heute radeln Sie zunächst auf die Mooshöhe (4 km Steigung, die vor Ort gegen Aufpreis mit einem Transfer gemeistert werden kann). Jetzt werden Sie richtig belohnt! Es erwartet Sie eine 27 km leichte Fahrt mitten durch den Nationalpark Kalkalpen. Er ist mit fast 21.000 Hektar das größte Waldschutzgebiet Österreichs. In den bunten Mischwäldern des Reichraminger Hintergebirges und Sengsengebirges ist ein Hauch von Wildnis spürbar. Die Natur hat hier Vorrang und das Schutzgebiet ist Heimat für viele seltene Tiere und Pflanzen. Der scheue Luchs kehrte zurück und alte Baumriesen bieten Lebensraum für die heimischen Bergspechte. Nach 51 km Radweg erreichen Sie die Nationalparkgemeinde Großraming ausgezeichnet als Preisträger "Schönstes Dorf Oberösterreichs".
Wellenreiten ist heute angesagt. Die leicht hügelige Radstrecke führt Sie über Losenstein, Ternberg, Trattenbach und Garsten in die Romantikstadt Steyr. Wer noch etwas besonderes erleben möchte: Liebhaber alter Dampfbummelzüge sollten sich unbedingt Österreichs älteste 760mm-Schmalspurbahn anschauen oder gar eine Fahrt mit ihr unternehmen. Die 17 km lange Strecke verbindet die Romantikstadt Steyr mit den Orten Grünburg und Steinbach/Steyr. Sie führt durch wunderschöne Wald- und Aulandschaften entlang der Steyr, einem der saubersten Flüsse Österreichs. Die Loks und Waggons wurden mit viel Liebe zum Detail restauriert, so dass man dem Schnauferl kaum ansieht, dass es bereits über 100 Jahre im Einsatz ist. Und am Abend? Ein Nachtwächter in alter Tracht mit Hellebarde und Laterne führt jeden Donnerstag um 21.00 Uhr mit allerlei Geschichten und Sagen durch die mittelalterliche Romantikstadt Steyr.
Freuen Sie sich auf die letzten Kilometern des schönen Enns-Radweges, der Sie zunächst in das gleichnamige Städtchen Enns führt und schließlich bis zur Mündung in die Donau. Bevor Sie der Fährmann überschippert und Sie dem breiten Strom der Donau bis in die Landeshauptstadt Linz folgen, sollten Sie auf jeden Fall eine Pause in Enns einlegen. Die alte Stadtbefestigung prägt heute noch das Bild von Enns. Sie bestand in ihrer ursprünglichen Form aus Wall, Graben, äußerer und innerer Stadtmauer mit insgesamt 15 Wehrtürmen und 4 Stadttoren! Erbaut wurde die Anlage 1193. Wesentliche Teile der Stadtmauer und 6 Wehrtürme sind heute noch erhalten. Bemerkenswert ist der Frauenturm, denn in seinem Obergeschoss liegt heute die ehemalige Johanniterkapelle. Die Johanniter führten hier ein Hospiz für die Pilger, die auf dem „europäischen Jakobspilgerweg“ reisten. Staunen Sie auch über die hübschen Häuser der Altstadt mit beeindruckenden Fassaden und idyllischen Innenhöfen. Imposant und sehr „italienisch“ wirkt der in sich geschlossene Hauptplatz umsäumt von herrlichen Bürgerhäusern. Inmitten ragt das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt in den Himmel, der fast 60 m hohe Stadtturm, der als Glocken- und Wachturm erbaut wurde. Klettern Sie 157 Stufen hinauf und genießen Sie von der Galerie aus einen phantastischen Blick.
Heute heißt es Abschied nehmen von den historischen Bauwerken, beeindruckenden Kirchen und einer der größten mittelalterlichen Hauptplätze Europas. Bahnrückfahrt nach Radstadt. Auf Wunsch buchen wir Ihnen auch gerne Zusatznächte in dieser herrlichen Stadt.